Fahrradsattel – Sitzkomfort bei Radhosen

Den Sitzkomfort auf dem Bike lässt sich mit einigen einfachen Tipps meistens deutlich verbessern.

Sattelbreite auswählen

Cross Country Racer bevorzugen meist schmale, lange Fahrradsattel. Wohingegen Touren Biker eher die breiteren Modelle bevorzugen. Wichtig ist vor allem die richtige Breite des Sattels. Zu schmale Fahrradsattel können Sitzbeschwerden hevorrufen. Gute Bike Shops bieten eine kostenlose Vermessung der Gesäßes vor dem Kauf an. Alternativ gibt es diverse Messtools (z.b. von Specialized) die den Abstand der Sitzknochen ermitteln. Im Zweifel lieber breitere Sattel verwenden.

Sattelneigung einstellen

Ein schräg eingesteller Fahrradsattel verteilt der Druck ungleichmäßig auf den Hintern. Deshalb am besten den Sattel waagerecht justieren. Fullyfahrer sollten dabei das Einfedern des Hinterbaus berücksichtigen. In dem Fall ist das messen zu zweit von Vorteil.

Sattelhöhe einstellen

Um die Sattelhöhe richtig einzustellen müsst ihr zuerst eure Schrittlänge ausmessen. Dazu klemmt ihr euche in Buch zwischen die Bein und messt dabei den Abstamd zwischen Oberkante Buch und dem Boden. Dabei solltet ihr keine Schuhe tragen! Den ermittelten Wert multipliziert ihr mit 0.88 (Beispiel: Schrittlänge: 85 cm ergibt in diesm Fall eine Sattelhöhe von 74,80 cm). Dieser Wert entspricht dem Abstand von Mitte Tretlager bis Fahrradsattel-Oberkante.

Horizontale Sattelposition einstellen

Um die horizontale Sattelposition ideal einzustellen müsst ihr die Kurbel waagerecht stellen. Dabei haltet ihr ein Pendel an euer Schienbeinköpfchen. Das Lot sollte in etwa auf die Mitte des Pedals fallen. In diesem Fall wird die Tretenergie optimal auf das Pedal übertragen und Knieschmerzen sollten der Vergangenheit angehören.

Sattel-Radhosen Kombination prüfen

Aus eigener Erfahrung können wir euch nur empfehlen verschiedenen Kombinationen aus Radhosen und Fahrradsattel zu probieren. Weiche Fahrradsattel vertrage sich häufig nicht mit weichen und dicken Sitzpolstern. Wohingegen harte Sattel und dünne Polster ebenfalls zu einem unangenehmen Sitzgefühl beitragen. Für eine kurze Runde mag dieser Faktor nicht besonders ins Gewicht fallen. Aber bei ausgedehnten Touren von mehreren Stunden darf eine Radhose durchaus ein dickeres Polster haben. Hier muss man einfach probieren, da jeder Hintern ein anderes Sitzgefühl vermittelt.

Sitzcreme verwenden

Bei längeren Touren oder zu Beginn der Rennsaison verhindert eine gute Sitz- oder Gesäßcreme zuverlässig das Wundscheuern des Allerwertesten. Bestimmte hautberuhigende Zusätze pflegen die empfindliche Haut und lassen wundgescheuerte Hintern gar nicht erst entstehen.

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